Reise durch Sambia, Zimbabwe und Botswana
In Arbeit
23. Juli bis 25. September 2025
Reise
Diese Reise war geprägt durch einen Defekt der Motoraufhängung, der lange nicht diagnostiziert wurde. (Der Schaden war offenbar unbemerkt schon im Vorjahr entstanden). Die Konsequenz spürten wir nun dieses Jahr und hat dazu geführt, dass immer wieder der Kühlerventilator, ein Wasserschlauch und zuletzt die Hydraulikpumpe ersetzt werden musste. Und trotz allem genossen wir unsere „Werkstatt-Ferien“!
Nun von Anfang an:
Wieder reisten wir mit einigen fürs Auto bestimmte Ersatzteile und einem Kühler nach Livingstone. Eine Woche lang war Peter und zum Teil auch mit Hilfe von Mechanikern beschäftigt, unsere Toto-Mumba auf Vordermann zu bringen. Die letzte Arbeit am Auto war, beim Glaser in der Stadt, die vom Steppenpavian zerstörte Windschutzscheibe zu ersetzen. (Hierzu ist zu erwähnen, dass wir eine Originalwindschutzscheibe im Frühling direkt von Italien nach Livingstone (Sambia) und direkt zum Glaser spedieren konnten.) Nach dieser getanen Arbeit konnten wir endlich unsere Reise starten.
Über Monze, Lusaka, Petauke und über die old Petauke Road (statt über die langweilige Great East Road) erreichten wir nach fünf Tagen und nach einer ersten Panne (die Blätter des Ventilators waren abgebrochen) das Wildlifecamp im South Luangwa. Am ersten Tag organisierten wir einen neuen Ventilator in Lusaka. Dieser wird mit dem Überlandbus gebracht. Wir waren nämlich nicht mehr in der Lage, mit unserem Auto zu fahren. (Ohne diesen geht bei hohen Temperaturen nichts.) Die folgenden 8 Tage verbrachten wir Tiere und Vögel beobachtend oder am Ufer des Sambesi sitzend oder wir unternahmen Tages- oder Nacht-Game-drives mit unseren befreundeten Rangern Joe und Georgy. Am darauf- folgenden Samstag traf der Ventilator kurz vor Mitternacht ein. Am Sonntagmorgen, in aller Herrgottsfrühe, kam der Buschmechaniker zu uns und montierte diiesen. Schon bald darauf konnten wir den Weg wieder unter die Räder nehmen.
Über die Great East Road und nach einem Abstecher nach Luangwa Bridge (zwecks Verpflegung) erreichten wir Lusaka . Am nächsten Morgen suchten wir die Iveco-Werkstatt auf, um die Ursache des Problems mit dem Kühlerventilator zu klären und die Motoraufhängung zu kontrollieren. Vier Stunden später sagte man uns, alles sei in Ordnung und wir könnten unsere Reise fortsetzen. So erreichten wir tags darauf erreichten wir Siavonga, am Karibasee gelegen. Auf dieses tolle Plätzchen (Sandy Beach Camp) freuen wir uns jedes Mal.
Schon am nächsten Tag reisten wir über die Grenze nach Kariba in Zimbabwe. Hier buchten wir bei Davey, dem Fährbetreiber, die Matusadona-Ferry (äusserst empfehlenswert). Nach entspannten drei Tagen setzten wir mit dieser in den Matusadona NP über. (Dauer 3 Std.) Nach Tieren ausschauend kurvten wir gemütlich dem Tashinga -Camp entgegen. Kaum dort angekommen, überhitzte der Motor erneut und wir hatten Kühlwasserverlust. Auch war der Schlauch wiederholt gerissen und der Ventilator hatte von neuem alle seine Blätter verloren!!!
Abermals waren wir nicht mehr fahrtüchtig und mussten die Buschwerkstatt aufsuchen. Der kompetente Mechaniker diagnostizierte sogleich, dass die Motoraufhängung gerissen war! Endlich war die Ursache für die zerfetzten Ventilatoren gefunden. Als erstes wurde die Motoraufhängung mit Zurrgurten festgemacht, so dass wir mindestens bis nach Lusaka fahren konnten. Als zweites bestellten wir noch einmal einen Ventilator in Lusaka. Dieser wurde nun wiederum mit dem Überlandbus nach Siavonga (Sambia) in die Sandy Beach geliefert. (Lieferung nach Zimbabwe über die Grenze wäre zu kompliziert gewesen). Auch telefonierte ich wieder mit Davey, um für den nächsten Tag die Fähre zu bestellen. Und so geschah es: Einen Tag später trudelten wir wieder in die Sandy Beach in Siavonga in Sambia ein. Auch der neue Ventilator aus Lusaka hatte den Weg hierher gefunden. Peter machte sich gleich an die Arbeit, den alten durch den neuen zu ersetzen. (Gottseidank ist Peter ein Allrounder!!) Zum Aus- und Entspannen legten wir hier noch einen «Ferientag» ein. Anschliessend ging’s über die Berge nach Lusaka zurück.
Anderntags standen wir schon morgens um 7 h in der Iveco-Werkstatt. Den ganzen Tag lang wurde am Auto repariert. Einzelne Teil mussten die Mechaniker selbst anfertigen oder anfertigen lassen. Am Abend war überhaupt noch nichts fertig gestellt. Der Werkstattchef eröffnete uns, dass wir hier in der Werkstatt in unserer Toto-Mumba übernachten können. Juhui, das fanden wir lustig, hatten wir das vor Jahren doch schon mal bei Iveco in Francistown (Botswana) erlebt.
Am Nachmittag darauf war Toto-Mumba endlilch wieder fit und wir führten die Reise wieder fort. Über Choma und über die Grenze nach Victoria Falls in Zimbabwe erreichten wir ein paar Tage später den Hwange NP. Endlich konnten wir hier zwei herrliche Wochen geniessen und uns nur unserem geliebten Hobby, den Tierbeobachtungen, widmen. Auch konnten wir (dank fast keiner Touristen) direkt an einigen Wasserlöchern campieren und erlebten so tolle Tierbegegnungen.
Nach dieser wundervollen Zeit führte uns die Weiterreise nach Bulawayo, wo wir Freunde besuchten und ein paar tolle Tage mit ihnen verbrachten. Anschliessend passierten wir die Grenze in Plumtree nach Botswana, wo die erste Übernachtung in Francistown war. In dieser Iveco-Werkstatt, veranlassten wir den Ölwechsel und die Wechsel des Öl- Luft- und Dieselfilters. Daraufhin folgten zwei Tage im Nata Bird Sanctuary, im einzigartigen Naturschutzgebiet, das sich am nordöstlichen Rand der Sowa Pan erstreckt. Hier entdeckten wir sogar einem Löffelhund und konnten ihm eine ganze Weile zusehen.
Den unzähligen sanften, grauen Riesen, die ans Wasserloch kamen und gingen, tranken und badeten, schauten wir anschliessend drei Tage lang in Elephant Sands zu. Der letzte mehrtägige Aufenthalt vor unserer Heimreise verbrachten wir in Kasane. Nebst putzen, aufräumen, packen, hatten wir noch genügend Zeit, eine fantastische Bootstour (sunset cruise) auf dem Chobe zu unternehmen. Die unzähligen Tiere und Tierarten zu Wasser und zu Land im goldenen Licht und später zur Blauen Stunde zu betrachten und zu bestaunen war traumhaft. Ebenso früh morgens den Tieren im Chobe NP zu begegnen war herrlich. Ein tierreicher Abschluss war wunderschön. Denn schon bald danach fuhren wir in Kazungula über die Grenze nach Livingstone in Sambia zurück. Da schon alles gereinigt und gepackt war, konnten wir am nächsten Tag nach Hause fliegen.
Obwohl diese Reise anders verlaufen war als gedacht, hat sie trotz allem unheimlich viel Spass gemacht.