Reise durch Sambia und Zimbabwe

20. Juli bis 20. September 2024

 

Reise

Wir erreichten Livingstone problemlos samt unseren zwei Zusatzgepäckstücken (zwei neue Blattfedern, Stossdämpfer und andere Ersatzteile fürs Auto). Auf Kayube Estate, wo unsere Toto-Mumba stationiert ist, wurde das Auto in den ersten Tagen wieder flott gemacht. Der hauseigene Mechaniker setzte die neuen Blattfedern und Stossdämpfer ein. Bald darauf konnten wir unsere Reise starten. Das erste Ziel war der Kafue NP. Innert zwei Tagen erreichten wir eines unserer Lieblingsplätze am Fluss Kafue. In den folgenden Tagen unternahmen wir einige Pirschfahrten in den nördlichen Teil des Nationalparkes. Leider gab es im Norden auch etliche Tse-Tse-Fliegen, die einem den Spass verdarben, die Tiere zu beobachten. Ein zusätzliches Batterieproblem zwang uns, in die Hauptstadt Lusaka zufahren. Nach weiteren drei Tagen brachen wir zu unserem nächsten Ziel im South Luangwa NP auf. Wir verbrachten 8 Tage in unserem geliebten Wildlife-Camp. Zu unseren täglichen Aktivitäten gehörten Game drives und Tierbeobachtungen. Kurz nachdem wir dieses fantastische Gebiet verlassen hatten, gab auch noch der Kühler seinen Geist auf. Ein gewiefter Mechaniker in der nächsten Stadt konnte behelfsmässig das Problem innert eines Tages lösen. (Nächstes Jahr müssen wir auch noch einen neuen Kühler mitbringen!). Drei weitere Tage und Nächte verbrachten wir in Lusaka und Siavonga, ehe wir die Grenze nach Zimbabwe passierten. In Kariba hielten wir uns nur kurze Zeit auf. Danach machten wir uns auf den Weg zu Margot und Richard in Maabwe Bay. In den folgenden 6 Tagen genossen wir das Beisammensein mit unseren Freunden, das Relaxen und das Vögel beobachten. Die nächste Etappe war der Hwange NP. Während sieben Tagen waren wir wieder täglich auf der Pirsch, frönten unserem Hobby, dem Tiere beobachten, und genossen es sehr, zweimal direkt an einem Wasserloch übernachtet zu haben. Nach einer Woche fuhren wir südwärts nach Bulawayo. Auch hier besuchten wir unsere Freunde in der Parrot Lodge. Wir machten gemeinsame Ausflüge oder gingen in die Stadt. Drei Tage später erreichten wir innert zwei Tagen den Gonarezhou NP. Dieser Nationalpark ist landschaftlich ein Juwel und ein Paradies für Allrad- und Wildnisfreaks. Ziemlich in der Mitte des Parks trafen wir unsere Freunde Bernd und Maria aus Deutschland. Drei Tage campierten wir zusammen, gingen auf Game drives und beobachteten Tiere. Beim letzten gemeinsamen Ausflug erlebten wir etwas Aussergewöhnliches: Bei einem wunderschönen Plätzchen, genau vor den rötlich schimmernden Chilojo Cliffs, machten wir vier eine Pause. Nach einer Weile stiegen wir wieder ins Auto und fuhren auf die Campsite zurück. Nach etwa 10 km, wir hatten gerade den Fluss überquert, hörte ich ein Geräusch im hinteren Teil des Autos. Plötzlich flogen auch Tüten durch die Luft. Ich drehte mich um und schaute einem riesigen Steppenpavian direkt in die Augen. Sofort stoppte Peter das Auto, wir stiegen aus und öffneten die hintere Türe, damit der Affe hinausspringen kann. Aber was tut der?  Er nahm einen Satz und sprang in die Windschutzscheibe. Belämmert fiel er auf den Sitz und floh anschliessend durchs Seitenfenster. Und das Resultat? Unsere Windschutzscheibe hatte eine riesige Spinne. 

(Das heisst, nächstes Jahr müssen wir auch noch eine neue Windschutzscheibe mitbringen!!!). Und was für eine Schweinerei der Affe im Häuschen hinten angerichtet hat: Einige Lebensmittel hat er gefressen. Unter anderem 12 Eier, 5 Bananen, Cornflakes, Müesli, Cashewnüsse. Schnellstens fuhren wir auf die Campsite zurück, wo das grosse Putzen, Aufräumen und Wegschmeissen begannen.

Anderntags verliessen uns Maria und Bernd, denn sie fuhren heimwärts. Unser nächstes Ziel wäre Mosambik gewesen, hätte uns nicht die Nachricht von zu Hause erreicht, dass etwas Schlimmes in der Familie passiert sei. So kehrten wir innerhalb einer Woche in die Schweiz zurück.

Die Reiseroute